FAQ zu Baukindergeld und Fristen, Umzug, Antragstellung...

„Ich habe am 04.10.2018 das von mir seit 2009 gemietete Haus erworben. Wir haben ein Kind mit 2 Jahren. Den Antrag auf Baukindergeld habe ich am 28.09. online gestellt. In dem Merkblatt zum Baukindergeld steht lediglich „Beim Erwerb von einer bereits selbstgenutzten Wohneinheit (zum Beispiel Kauf der gemieteten Wohnung) muss der Antrag spätestens 3 Monate nach Unterzeichnung des notariellen Kaufvertrags gestellt werden.“ Ich habe hier eine 3 Monats-Ausschlussfrist für die Beantragung, eine Antragstellung direkt vor dem notariellen Kaufvertrag ist im Merkblatt jedoch nicht ausgeschlossen. Mit dieser Begründung wurde jetzt jedoch mein Antrag abgelehnt da. Besteht eine Chance dagegen vorzugehen?“

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Frage von Michaela S.
am 25.03.2019

Da sehen wir leider keine Chance. Das Baukindergeld ist ja eine Wohneigentums-Förderung für Familien. Da Sie zum Zeitpunkt der Antragstellung aber noch kein Wohneigentum besaßen, kommt der Zuschuss schon deshalb nicht in Frage. Außerdem ist in den Förderbedingungen (Merkblatt) klar geregelt, dass der relevante Stichtag für das Baukindergeld das Datum des Kaufvertrags ist und die Förderung beim Kauf der Mietwohnung bis 3 Monate nach dem Datum des Kaufvertrags beantragt werden kann. Damit ist eine Antragstellung vor dem Notartermin ausgeschlossen.

„Wir wohnen nun seit 1.12.2018 in unserem neuen Haus. Die Meldebescheinigung ist allerdings schon auf 1.11.2018 ausgestellt. Den Antrag haben wir erst am 19.3.2019 gestellt. Gibt es eine Chance auf Baukindergeld, obwohl wir über die drei Monate drüber sind?“

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Frage von Steffen S.
am 19.03.2019

Höchstwahrscheinlich gibt es damit keine Chance auf das Baukindergeld. Soweit wir wissen, ist die Antragsfrist verbindlich. Ist die Frist abgelaufen, verfällt der Anspruch auf die Förderung.

„Ich möchte eine Eigentumswohnung kaufen, welche aktuell noch vermietet ist. Nach Kauf wird es durch die Kündigungsfrist usw. ca. ein Jahr dauern, bis ich Eigenbedarf anmelden kann und einziehen werde. Ist dann noch der Antrag auf Baukindergeld möglich? Oder gibt es eine Frist zwischen Kauf und Einzug?“

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Frage von Bärbel B.
am 18.02.2019

Nein, es gibt beim Baukindergeld keine Frist zwischen Kauf und Einzug. In den Förderbedingungen der KfW heißt es dazu: „Sofern Sie Ihren Kaufvertrag zwischen dem 01.01.2018 und 31.12.2020 abgeschlossen haben […], können Sie bis spätestens zum 31.12.2023 einen Antrag auf Baukindergeld stellen. Maßgeblich ist, dass die Antragstellung innerhalb von 3 Monaten nach dem Einzug erfolgt.“ 
Nach Ihrem Einzug haben Sie also ab Datum Meldebescheinigung 3 Monate Zeit, das Baukindergeld zu beantragen.

„Wir haben im Jahre 2018 eine Eigentumswohnung erworben, die zurzeit vermietet ist und nicht selbst bewohnt wird. Wir haben vor, diesen Sommer die Immobilie selbst zu nutzen und innerhalb der Drei-Monats-Frist Baukindergeld zu beantragen. Da wir weiteren Nachwuchs erwarten, werden wir nächsten Sommer in ein größeres Eigenheim umziehen. Ist eine Übernahme des Baukindergeldes möglich und wenn ja, wie erfolgt diese?“

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Frage von Serhan H.
am 06.02.2019

Das ist leider nicht möglich, das Baukindergeld kann nicht von einer Immobilie auf eine andere übertragen werden. Jeder Antragsteller wird nur einmal gefördert und für jedes Kind kann nur einmalig eine Baukindergeldförderung beantragt werden. 

Das heißt in Ihrem Fall: Das Baukindergeld endet mit dem Auszug aus der Eigentumswohnung.

„Ich lese oft, dass das Gesamtvolumen vom Baukindergeld ca. 3 Milliarden entspricht. Auf einigen Seiten steht ca. 10 Milliarden (jährlich 3 Mrd). Was ist nun richtig?“

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Frage von Adrian L.
am 13.02.2019

Der Bund stellt für das Baukindergeld insgesamt rund 10 Milliarden Euro bereit. Nach den aktuellen Zahlen der KfW von heute wurde bisher von mehr als 68.000 Familien ein Antrag auf Baukindergeld gestellt. Das entspricht einem Fördervolumen von 1,4 Milliarden Euro.

„Für die Baukindergeld-Anträge werden jährlich Mittel zur Verfügung gestellt, welche nach dem „Windhundprinzip“ vergeben werden. Was geschieht konkret, wenn die jährlichen Mittel erschöpft sind? Gibt man in dem Fall dennoch den Antrag ab und wird erst zum Beginn des Folgejahres berücksichtigt? Oder ist dann einfach „Pech gehabt“, weil man zu einem ungünstigen Zeitpunkt ins Eigenheim eingezogen ist?“

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Frage von Markus S.
am 28.01.2019

Richtig, das Baukindergeld wird nach dem Windhund-Prinzip vergeben. Auf unsere Nachfrage zu den bereitstehenden Haushaltsmitteln des Bundes für das Baukindergeld haben wir von der KfW am 28.01.2019 diese Antwort erhalten: „Der Bund stellt für den Zeitraum 2018 – 2020 insgesamt rund 10 Mrd. Euro für das Baukindergeld bereit. Im Jahr 2018 wurden rund 56.000 Anträge gestellt, durch die über 1 Mrd. Euro an Haushaltsmitteln gebunden sind. Grundlage der Mittelausstattung für das Baukindergeld ist eine Expertenschätzung zur Anzahl der Haushalte, die in dem o.g. Zeitraum antragsberechtigt sind. Der Antragseingang wird statistisch überwacht, so dass auch die Mittelbelegung monatlich geprüft wird. Wir gehen aktuell davon aus, dass die vom Bund zur Verfügung gestellten Mittel den Bedarf für den vorgesehenen Zeitraum abdecken.“

„Wie wird das Baukindergeld ausgezahlt? Immer fortlaufend?
Also z. B. Beginn 03/19 gleich schon aufs Konto oder erst 03/20 für das Jahr 2019?“

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Frage von John K.
am 27.12.2018

Beim Baukindergeld werden die ersten Auszahlungen noch etwas auf sich warten lassen – im Frühjahr 2019 können erst die Nachweise bei der KfW hochgeladen werden, vermutlich wird es die ersten Auszahlungen ab Sommer 2019 geben.

Das Prozedere ist so: Das Baukindergeld wird jährlich ausgezahlt. Wenn Ihr Antrag auf Baukindergeld und die Nachweise geprüft wurden, erhalten Sie eine Auszahlungsbestätigung, in der auch der erste Auszahlungs­termin steht. Ihre jährlichen Auszahlungen werden dann jeweils zum gleichen Termin überwiesen.

„Wir möchten im Jahr 2019 ein unvermietetes Haus kaufen, das Haus sanieren und zunächst befristet bis 2023 zwischenvermieten, da unsere Mietwohnung aktuell für die Kinder noch geeigneter ist. 2023 möchten wir dann in das Haus einziehen. Erhalten wir dann trotz der Zwischenvermietung noch das Baukindergeld (für 10 Jahre)?“

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Frage von Gerrit S.
am 14.12.2018

Ja. Der Antrag auf Baukindergeld muss spätestens drei Monate nach Einzug im KfW-Zuschussportal gestellt werden. Eine Antragstellung auf Baukindergeld ist bis maximal 31.12.2023 möglich. Beim Erwerb von Neu- oder Bestandsbauten muss der notarielle Kaufvertrag zwischen dem 01.01.2018 und dem 31.12.2020 unterzeichnet worden sein. Eine Vermietung vor Antragstellung ist förderunschädlich. Die neu erworbene Wohnimmobilie muss zum Stichtag (Datum bei Unterzeichnung des notariellen Kaufvertrages) die einzige Wohnimmobilie des Haushalts sein.

„Meine Frau und ich stehen im Grundbuch als Eigentümer je zur Hälfte. Muss jeder von uns einen Antrag auf Baukindergeld stellen oder reicht ein Antrag für den gemeinsamen Haushalt aus?“

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Frage von H. K.
am 18.09.2018

Es reicht aus, wenn einer von Ihnen den Antrag auf Baukindergeld stellt. Der Zuschuss wird ohnehin nur einmal pro Haushalt gewährt. Der Grundbuchauszug sowie die Einkommenssteuerbescheide erklären ja die Situation des Haushalts.

„Wir haben 8/2018 eine Wohnung vom Bauträger gekauft, Fertigstellung 4/2021. Im Antrag ist jedoch erwähnt, dass man in dem geförderten Objekt seine Meldeadresse haben muss, was so natürlich noch nicht geht. Welche Regelung ist für einen solchen Sachverhalt vorgesehen?“

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Frage von Ingo S.
am 19.09.2018

Sie können das Baukindergeld erst nach Einzug in das Wohneigentum beantragen. Dann liegt Ihnen ja auch die entsprechende Meldebestätigung vor.

„Wird bei einem Kauf 2018 und Einzug 2019 das Baukindergeld volle 10 Jahre gezahlt oder ist das 1. Jahr futsch? Sprich: Wäre es ratsam, sich schon 2018 umzumelden, auch wenn der Umzug erst 2019 ist?“

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Frage von Jens D.
am 28.09.2018

Auch bei einem Einzug 2019 erhalten Sie das volle Baukindergeld. Sie stellen nach Ihrem Einzug den Antrag, der Zuschuss wird dann nach Bewilligung 10 Jahre lang ausgezahlt.

„Wir haben eine Bestandsimmobilie 7/2018 noch ohne Kinder gekauft. Wir erwarten ein Kind 2/2019. In die neue Immobilie werden wir voraussichtlich 1/2019 einziehen. Haben wir Anspruch auf Baukindergeld, wenn wir nach der Geburt des Kindes den Antrag stellen?“

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Frage von Pascal P.
am 08.10.2018

Nach Ihrem Einzug haben Sie 3 Monate Zeit, den Antrag auf Baukindergeld zu stellen. Berücksichtigt werden dann alle Kinder, die zum Zeitpunkt der Antragstellung in Ihrem Haushalt leben. Wenn bis dahin Ihr Kind auf der Welt ist, kommt die Förderung in Frage.

„Muss die Auszahlung des Baukindergeldes für jedes Jahr neu beantragt werden? Was geschieht, wenn im Laufe der Zeit das Einkommen über den Grenzbetrag steigt?“

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Frage von V. H.
am 28.09.2018

Sie beantragen das Baukindergeld nur einmal, nach der Bewilligung wird es automatisch jährlich ausgezahlt. Spätere Einkommensänderungen haben keinen Einfluss auf die Förderung. Einzige Ausnahme: Wenn Sie die geförderte Immobilie vermieten oder verkaufen, endet die Baukindergeldberechtigung mit dem Auszug.

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